18. November 2012

Hey, did anyone ever think Sylvia Plath wasn't crazy, maybe she was just cold?

Ich habe nicht nur ganz schön viel gelesen in letzter Zeit, sondern auch ganz schön viel Gilmore Girls geguckt. Und mir ist in der letzten Zeit immer öfter aufgefallen, wie oft Lorelai und Rory die Autorin Sylvia Plath in der Serie erwähnen. Meist sehr sarkastisch. Ich hatte mal einen American Poetry Kurs an der Uni, in dem wir über Sylvia Plath gesprochen hatten. Ich konnte mich aber nur noch vage daran erinnern, dass sie Selbstmord begangen hat. 

Aus lauter Interesse habe ich mir schließlich ihre Biographie "The Death and Life of Sylvia Plath" von Ronald Hayman gekauft. Und während ich die las, wurde ich neugierig auf ihren ersten Roman, "The Bell Jar." Ich habe auch viele ihrer Gedichte gelesen, und bin nach wie vor fasziniert, wie sich eine noch relativ junge Frau auf derart grauenhafte Weise das Leben nehmen konnte.

Während ihre Kinder im Nachbarzimmer schliefen, legte sie ihren Kopf in einen Gasbackofen, stellte ihn an und wartete in Ruhe darauf, dass sie vergaste. Am nächsten Morgen fand sie das neue Kindermädchen tot in der Wohnung. Die Kinder (ein und drei Jahre alt) haben von dem Gas nichts abbekommen, weil Sylvia Plath Handtücher in die Türritze gestopft hatte. Ihr Mann hatte eine Affäre mit einer anderen Frau, aber das ist meiner Meinung nach noch lange kein Grund, sein Leben zu beenden, vor allem nicht, wenn man zwei kleine Kinder hat ... wenn man ihre Autobiografie liest und dazu einige ihrer Werke, versteht man sie aber sagenhafterweise ein bisschen. Absolut empfehlenswert. Eine faszinierende Persönlichkeit.


Außerdem habe ich mich endlich mal dazu durchgerungen, es anderen Menschen gleich zu tun und mich von Paulo Coelhos "Manual of the Warrior of Light" faszinieren zu lassen. Der Gitarrist einer meiner Lieblingsbands, Silbermond, war so begeistert von diesem Buch, dass er ein Lied darüber geschrieben hat. Aber so leid es mir tut, ich finde, das gesamte Buch war ein großer Haufen Schrott. Eine Anleitung zum ein-guter-Mensch-sein. Nunja. Man denkt nach und fühlt sich hier und da mal schlecht, aber alles in allem hatte ich irgendwie einen Roman erwartet. Um es zu lesen, braucht man eine knappe Stunde, um es zu lesen und gleichzeitig nachzudenken, braucht man vielleicht zwei Stunden. Tut mir leid. Nicht mein Ding.

Ganz anders war da die Biographie, dir Claire Tomalin über Charles Dickens geschrieben hat. Wundervoll formuliert, romanähnlich verfasst, mitreißend, mit vielen Hinweisen auf seine Werke. Absolut empfehlendwert für jeden, der sich ein Leben ohne Dickens nicht vorstellen kann. Für jeden, der kein Humbug ist, sozusagen!

Kommentare:

  1. ich kenn die bücher alle nich, aber hört sich sehr interessant an :)

    laura (http://himbeermarmelade.de)

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  2. Schicker Blog :) ich gehöre nun zu deinen Lesern und würde mich riesig freuen, wenn auch dir mein Blog gefällt ❤

    xx San☽
    owlspassion.blogspot.com

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  3. Danke für deine immer so lieben Kommentare ;)
    Das mit der Spitze ins Haar flechten ist garnicht so leicht als ich es uhrsprünglich dachte :D
    Liebe Grüße

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  4. Die Bücher klingen richtig gut. Da kann der Winter kommen mit langen und dunklen Abenden. Paulo Coehlo hat immer diesen erhobenen Zeigefinger bei seinen Büchern. Zumindest bei den Büchern, die ich von ihm gelesen habe. Ist auch nicht immer so ganz meins ;-)
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag
    Lotte

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  5. Love your blog!

    www.blog-dailylife.blogspot.com

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  6. Ein GG-Zitat als Titel? Da muss ich ja eigentlich gar nicht mehr den Post lesen - gefällt mir sowieso :)
    Da ich nun aber doch noch weitergelesen habe: Die Biografie klingt richtig gut. Ich liebe Dickens' Bücher...auch wenn es ja fast schon ein Klischee ist, das zu sagen. Kommt auf jeden Fall auf meine To read-Liste!

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  7. Good books!

    http://marblavablog.blogspot.com

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